7 Wochen ohne… ja ohne was?

… ohne Nachrichten, Süßigkeiten oder geliefertes Essen?

 

Erster März 2022, ich sitze mit Kaffee und Decke in meinem Sessel und wische mich durch Social Media, als eine neue Nachricht von einer Freundin auf meinem Bildschirm aufblinkt. Irgendwie ist das Gespräch mal auf die Fastenzeit gekommen und sie überlegt, was sie fasten könnte. Und sie fragt, ob oder was ich faste. Ich habe mir bisher noch keine Gedanken gemacht und überlege – Nachrichten, Süßigkeiten, geliefertes Essen oder lieber regelmäßig Sport machen?

 

Ich will etwas fasten

Ich will etwas fasten, das mir grundsätzlich guttun würde und ich schon lange mal anders machen sollte. Ich will etwas fasten, was ich mir nicht auferlege, weil mein Verhalten dann mehr den gesellschaftlichen Ansprüchen gerecht werden würde. Ich will was für mich.

 

Was bringt mir das?

Ich überlege also weiter. Nach dem achten Punkt muss ich lachen. Ganz schön komplizierte Sache – oder mache ich sie so? Klar, ich möchte Fasten und auch einen sinnvollen Vorsatz finden. Doch wie bei so vielen andere Themen habe ich eine Pro- und Contra-Liste im Kopf. Was bringt mir das? Ziehe ich das durch? Ist die Idee nicht viel zu „mainstream“? Übersichtlicher wird es dadurch auch nicht – geschweige denn klarer. Manchmal ist diese Vorgehensweise ja gut, aber hier funktioniert sie nicht.

 

7 Wochen mit dem Bauchgefühl

Nach noch ein paar Runden dämmert mir so langsam, was ich fasten könnte und üben möchte: Öfter auf mein Bauchgefühl hören. Entscheidungen nicht immer nur mit Pro-und-Contra-Listen treffen, sie stundenlang zerdenken und abwägen, obwohl keine der Optionen wirklich schlecht ist. Einfach mal machen, was mir mein Gefühl sagt.

 

Veronika Bartl
aus der Evang. Jugend im Dekanat Weiden ist Vorsitzende des Landesjugendkonvents

 

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Foto oben: Foto: istock/ThitareeSarmkasat
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