Ach übrigens …

Immer dieses Gendern

 

Sternchen hier, Unterstrich dort, Sprechpausen überall und der Lesefluss wird auch gestört. Noch dazu verunstaltet gendern die deutsche Sprache, oder? Und jetzt ändert sich schon wieder etwas. Wer auf den aktuellen Trend aufspringt, nutzt den Doppelpunkt, um zu gendern. Aber warum? Eine neumodische Erfindung, die mal wieder alles noch komplizierter macht, weil erneut alles umgestellt werden muss?

 

Warum also der Aufwand? Und warum machen wir als EJB da jetzt schon wieder mit?

 

In unserer mündlichen und schriftlichen Sprache zu gendern, ist für uns selbstverständlich. Wir gendern, um so bewusst alle Menschen anzusprechen, Vielfalt zu bestärken und Raum für Identität zu geben.

Oben genannte Argumente, wie die Störung des Leseflusses oder die Verunstaltung der deutschen Sprache, sind für uns dabei keine entscheidenden Begründungen gegen das Gendern.

Kennst du die Vorteile?

 

Der Genderdoppelpunkt bringt zusätzlich zum bisher von uns verwendeten Gendergap noch weitere Vorteile mit sich, die für uns als EJB so wichtig sind, dass wir dafür gerne unsere Schreibweise umstellen: Wenn in Texten mit dem Doppelpunkt gegendert wird, sprechen Vorleseprogramme an dieser Stelle – ebenso wie bei der mündlichen Gendersprechweise – eine kleine Pause. Sonderzeichen wie beispielsweise das Sternchen oder der Unterstrich werden in diesen Programmen als solche vorgelesen. Der Genderdoppelpunkt ist somit bewusst inklusiver als andere Schreibweisen.

 

Für uns ist klar:
Inklusion ist Ziel des Genderns beim Schreiben und beim Sprechen.

 

Melanie Ott, Landesjugendkammer

 

 

Weitere Informationen zum richtigen Gendern in Sprache üben

 

Foto: istock/Professor25