Wolkenherz

Behaltet das Gute …

Der CVJM im Hoffnungsmodus

 

„Das Leid lehrt …“

Natürlich gab es eine Menge Blues in diesem Jahr. Ausgefallene KonfiCastles, Freizeiten, Mitarbeitertagungen, unzählige Gruppenstunden – wenn da nicht das Jugendarbeits-Herz blutet – wann dann? Wie viele Erfahrungen mit Jesus in der Gemeinschaft gingen da flöten? Aber so eine erlittene Krise lehrt auch „… standhaft zu bleiben. Die Standhaftigkeit lehrt, sich zu bewähren. Die Bewährung lehrt zu hoffen.“ (Röm 5,3-4)

 

„Der Geist weht …“

… überall, nur nicht in der kalten digitalen Welt. Dort kann kein Funke überspringen und alle Emotionen bleiben auf der Strecke.“ So habe ich anfangs wirklich gedacht und wurde eines Besseren belehrt. Berührende Worte, wachrüttelnde Erkenntnisse, sachlich gute Beratungen, Gänsehaut-Momente, tief erlebte Solidarität, seelsorgliche Gespräche, geistesgegenwärtige Gebete – dies alles hat uns gelehrt, dass der Heilige Geist wirkt „… wo er will.“ (Joh 3,8)

 

„Bemüht euch darum, die Einheit zu bewahren, …“

Was für eine Solidarität. Mitarbeitende berieten sich gegenseitig, gaben eine Menge Praxis-Tipps, trafen sich viel häufiger als sonst in digitalen Meetings, beteten füreinander in Breaking Groups, ermutigten sich, trafen miteinander Entscheidungen, spielten miteinander online, schulten sich bei Juleicazuhause, lernten die Bibel bei theoBasis neu schätzen, feierten miteinander Abendmahl und damit ganz neu die Gemeinschaft „… die sein Geist euch geschenkt hat.“ (Eph 4,3)

 

„Die Hauptsache ist …“

… unser Auftrag, „Jesus Christus den jungen Menschen in ihrer Lebenswelt zu bezeugen“ (Evang. Jugend Bayern, OEJ, Zielsetzung 1). Naja, da war dieses Jahr halt die digitale Lebenswelt dran. Und was haben wir im Turbo-Tempo miteinander gelernt: inspirierend verkündigen in Youtube-Streams bei Jugendgottesdiensten, Kinder- und Familienprogrammen, KonfiCastles, Insta-Osternacht, Oldschool-Briefe-Päckchen-Karten an die Teilis, Podcasts, Bibelgeschichten für uns bei TikTok (b_withus), Mitarbeiterschulungen mit Hunderten von Teilnehmenden – und alles mit dem Ziel, „ … dass Christus verkündigt wird.“ (Phil 1,18)

 

„Prüft aber alles …“

Im zweiten Shutdown ging vieles schon selbstverständlicher von der Hand, die Toolbox der digitalen Möglichkeiten ist in Fleisch und Blut übergegangen und nicht die Frage „ob“, sondern „wie“ wurde die Bestimmende. Was aber wirklich an Formaten nach der Pandemie bleibt, wird Gott und mit ihm die Zeit zeigen – immer nach dem Motto „ … und behaltet das Gute!“ (1. Thess 5,21)

 

Michael Götz

Generalsekretär CVJM Bayern