Ejotti ist das Maskottchen der Evangelischen Jugend Neu-Ulm.

Gemeinsam – flexibel – experimentierfreudig

Hört ihr mich?“ „Irgendwie bekomme ich kein Bild her.“ „Erst Mikro an, dann sprechen!“

 

Solche oder ähnliche Sätze gab es zu Beginn der Corona-Pandemie im letzten Jahr sehr häufig bei uns. Durch den ersten Lockdown veränderte sich vieles. Reale Treffen waren plötzlich nicht mehr möglich, viele geplante Veranstaltungen und Freizeiten mussten oft erst verschoben und dann doch schweren Herzens abgesagt werden. Es dauerte ein bisschen, bis wir auf „digital“ umgestellt haben und uns neue Formate überlegten. Zuerst war da noch die Hoffnung, es könnte schnell besser werden und wieder Normalität einkehren. Und es gab auch Trauer, die erst verarbeitet werden musste. Doch mitten in der Pandemie haben wir auch gemerkt: Gemeinsam sind wir flexibel, offen für Neues und experimentierfreudig.

 

Ejotti zum Leben erweckt

Ursprünglich als Ersatz für unser traditionelles Zeltlager wurde unser EJ-Maskottchen „Ejotti“ kreiert. Gemeinsam haben wir für Kinder ein Logbuch mit Rätseln, Spielen, Bastel- und Backanleitungen, Gute-Nacht-Geschichten sowie Andachten für mehrere Tage entwickelt. Dieses Logbuch wurde den Kindern zusammen mit kleinen Überraschungen nach Hause geschickt. Die Rückmeldungen der Eltern und Bilder der Kinder haben uns richtig angespornt, weiter kreativ zu werden. Nach „Mit Ejotti im Weltall“ und „Mit Ejotti auf Weltreise“ folgt in den Osterferien „Mit Ejotti auf Zeitreise“ das dritte Angebot dieser Art.

 

Aus „Drive&Pray“ wird „Click&Pray“

Auch unsere regionale Jugendgottesdienstreihe „Drive&Pray“ haben wir ins Netz verlagert und für unser ganzes Dekanat geöffnet. Die Vorbereitungen per Videokonferenz machten es möglich, dass auch Mitarbeitende, die aktuell gar nicht mehr im Dekanat wohnen, mit dabei sein konnten. Zusammen mit den Jugendreferent_innen und Ehrenamtlichen in den Gemeinden wurde der „Kreuzweg-Digital“ entwickelt und mit über 200 Teilnehmenden durchgeführt. So viele junge Menschen hätten wir vermutlich mit einem analogen Angebot nicht erreicht.

 

Auch wenn viele von uns mittlerweile „digitale Halbprofis“ geworden sind, spüren wir alle dennoch eine große Sehnsucht nach Normalität im Jugendarbeits-Alltag.

 

Marcus Schirmer

Dekanatsjugendreferent in Neu-Ulm