Grundkurs digital & erfolgreich

Grundkurs der EJM wurden in vier Tagen 74 Teilnehmende über Zoom beschult.

Die Herausforderungen lagen auf der Hand: Keiner von uns, weder Haupt- noch Ehrenamtliche, hatte Erfahrung auf diesem Gebiet. Klar, seit Corona hatten alle schon mal gezoomt. Aber nun einen Grund­kurs digital umzusetzen, Inhalte vermitteln, Gemeinschaft erlebbar machen, Spiele & Spaß anbieten – all dies war schwer vorstellbar.

Glücklicherweise gab es schon Teams, die ähnliche Erfahrungen sammeln konnten, z.B. die Freiwilligen Sozialen Dienste.
Sie waren schon früher als wir dazu ange­halten, ihre Seminare digital umzusetzen und ließen uns kurzerhand an ihrem Erfah­rungsschatz teilhaben.

An einem Montagmorgen trafen dann die vier Teams in ihren persönlich gestalteten und hygienekonformen Teamlandschaften in der Jugendkirche aufeinander. Die Anspannung war spürbar und alle stellten sich die gleiche Frage: Klappt das wirklich?

Punkt 9 Uhr – alle stehen, sitzen oder liegen vor ihren Bildschirmen – es geht los. Vier Tage voller großer Themen, Planspiele, Actionbounds, Spaß, Gemeinschaft und vor allem eins: Endlich wieder Jugendarbeit.

Die: „Hallo, könnt ihr mich hören?“-Fragen, hatten wir genauso, wie auch andere klassische technische Pannen, wie instabiles Internet, abstürzende Apps oder nicht funktionierende Tools. Aber Jugendarbeit funktioniert genauso: Man improvisiert, lacht zusammen und findet eine Lösung.

Noch wichtiger für uns war, im Team gemeinsam vor Ort zu sein. Das ermöglichte einfache Absprachen und war unabdingbar für den Teamprozess, um sich selbst und die Teilnehmenden bei Laune zu halten. Dazu war es wertvoll, auf gutes technisches Equipment, wie qualitativ hochwertige Kameras, Mikrofone und große Bildschirme zurückgreifen zu können.

Gelernt haben wir außerdem, dass uns früher als sonst die Luft ausging und wir großzügige und lange Pausen brauchten. Noch eine Erkenntnis: Man muss mehr als sonst einfach „machen lassen“. Große Vorträge im Plenum sind für niemanden schön. Sinnvoller und besonders positiv für den Gruppenprozess sind Kleingruppenarbeiten. Ein persönliches Lernhighlight war, dass man gewohnte Konzepte, wie beispielsweise Leitungsstile, ganz einfach digital mit Escaperooms umsetzen kann.

Unser Fazit: Wir werden unser Format in den Osterferien noch einmal durchführen.

Auf Anfrage stellen wir gerne die Inhalte zur Verfügung.

 

Melanie Hedderich

Regionaljugendreferentin

München-Nord