Hoffnungsbändchen

Hoffnung säen

Ich sehe was, was Du nicht siehst und das ist … Grün! Wer kennt es nicht, dieses beliebte Spiel zum Zeitvertreib? Schau Dich mal um, wo siehst Du etwas Grünes in Deiner Nähe?

 

Ob Apfelgrün oder Mintgrün, ob Türkis, Birkengrün, Natogrün oder Smaragdgrün, die Farbe Grün steht im Kirchenjahr für Hoffnung und Zuversicht. Als eine der fünf liturgischen Hauptfarben kommt sie im Kirchenjahr am häufigsten vor und man sagt ihr eine erholsame oder auch beruhigende Wirkung nach. Mit „Grün“ verbinden wir den Blick in die Natur, wir assoziieren Wachstum, Reifen, Leben, Schöpfung und vieles mehr.

 

Jesus hat in vielen Gleichnissen das Reich Gottes mit einem aufgehenden Samen verglichen. Damit verbinden sich die Hoffnung auf Wachstum, Gedeihen und Ernte mit der Dankbarkeit für alles, was Gott uns schenkt. Im Kirchenjahr steht die Farbe Grün – anders als die anderen Farben – für kein bestimmtes Fest oder konkretes Ereignis. Grüne Paramente sehen wir vor allem in der Vorpassionszeit und in der langen Trinitatiszeit. Sie sind ein Ausdruck dafür, dass uns die Hoffnung durch den langen und tristen Alltag begleiten und tragen soll. Für mich im Moment, in der momentanen Situation, ein tröstlicher und heilsamer Gedanke!

 

Da ist mir auch der Satz von Franz von Assisi ganz wichtig: „Wo Irrtümer sind, lasst uns die Wahrheit zeigen, wo Verzweiflung herrscht, lasst uns Hoffnung bringen.“

Wusstet Ihr, dass Franz von Assisi der Schutzpatron der Tiere und des Naturschutzes ist? Und wusstet Ihr, dass wir – als evangelische Kirche seiner am 3. Oktober gedenken? Und wusstet Ihr, dass ausgerechnet am 3. Oktober die liturgische Farbe Grün ist? Was für eine schöne Verbindung.

 

„Wo Irrtümer sind, lasst uns die Wahrheit zeigen, wo Verzweiflung herrscht, lasst uns Hoffnung bringen.“ Also kurzum: Lasst uns in der evangelischen Jugendarbeit Hoffnungsträger_innen sein, hoffentlich für unsere Kirche aber mit Sicherheit für die vielen jungen Menschen, für die wir tun, was wir tun.

 

Ilona Schuhmacher

 

Tipp: Hoffnungsbänder aus Samenpapier – Hoffnung zum Einpflanzen – können im Amt für Gemeindedienst bestellt werden.

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