Janosch, Gummibärchen und die Nerven

Ein bisschen weniger werde ich wohl verkraften.

Die Fastenzeit ist eine gute Zeit, um mich schlecht zu fühlen. Ähnlich wie an Sylvester nehme ich mir bestimmte Dinge vor, die meine Gewohnheiten verändern. In der Fastenzeit nicht ganz so langfristig, dafür mit ambitionierteren Zielen. Wenn andere quasi hungernd in die Wüste gehen, werde ich ja wohl ein bisschen weniger Süßigkeiten, Alkohol, digitales Detoxen oder Heilfasten verkraften.

Fasten zehrt an meinen Nerven.

Leider zehrt das meist unmerklich an meinen Nerven. Wenn ich meine Frau frage, war es letztes Jahre in der Woche zwei beim Heilfasten auch sehr zu merken. Trotzdem mache ich es jedes Jahr wieder, denn die Erfahrung der Fülle an Ostern ist einfach unbeschreiblich.

 

Wie kann ich mein Nervenkostüm optimieren?

Also schaue ich auf mich selbst. Wie kann ich mein Nervenkostüm optimieren, wieder das Schöne sehen, wenn ich in den Spiegel blicke, obwohl ich jetzt echt gerne so ein kleines Gummibärchen …?

Und dann fällt es mir wieder ein: Ich faste, weil ich meinen Lebensstil hinterfragen will, weil ich mir etwas Gutes tun und mich auf Gott besinnen möchte.

 

Hier meine Tipps:

Den eigenen Lebensstil hinterfragen

Janosch meinte dazu einmal im Buch „Von dem Glück, als Herr Janosch überlebt zu haben“:

Mein Lieblingswein ist der rote. Habe ich aber keinen, kommt es zu keiner Trauer, dann trinke ich weißen. Habe ich keinen weißen, trinke ich Wasser. Habe ich auch kein Wasser, vergesse ich den Durst. Das sind so die Kunststücke meiner Seligkeit.

Und schon habe ich den Perspektivwechsel geschafft: Mir fehlt nichts, sondern ich arbeite an meinem großen Ziel, mich mit weniger zufrieden zu geben. Das geht auch mit Gummibärchen …

 

Mich auf Gott besinnen

Deshalb faste ich und ein weiser Bruder (Willigis Jäger für die, die jetzt rätseln) hat mir einmal gesagt: Fasten heißt, vor allem in mir ruhig werden. Den ganzen Alltag einmal aus meinem Kopf schmeißen, um hören zu können, was Gott mir sagen möchte. Um Raum für Mitgefühl zu haben. Um mich auch mit jenen verbunden zu fühlen, denen es gerade gar nicht gut geht, um eine Träne zu vergießen. Um zu schauen, was noch alles passiert.

 

Gott sei Dank, ein paar Tage Fastenzeit habe ich ja noch!

 

Daniel Huthmacher
Beratung Landesstellenplanung

Unsere Fastentipps im zettMagazin: Fastenbrezeln – ein Rezept für die Fastenzeit, 7 Wochen ohne… ja ohne was?, Stress ade, Plastikfrei leben – geht das?

7 Wochen ohne

 

Foto: pixabay