Netzwerken nichts Neues oder doch? ejbvernetzt

Netzwerken und Vernetzen war schon immer eine Stärke evangelischer Jugendarbeit.

 

Sebastian Schäfer, Dekanatsjugendreferent in Ingolstadt, hat die Website ejbvernetzt aufgebaut und ist der technische und redaktionelle Betreuer.

Wir haben ihn gefragt:

 

Was ist neu an dieser Form der Vernetzung und welche Erfahrungen sind in die Konzeption eingeflossen?

Viele Inhalte und Angebote sind sicher schon in unterschiedlicher Art und Weise in der Jugendarbeit gedacht und entworfen worden. Gute Konzepte können von vielen genutzt und weiterentwickelt werden und es muss nicht alles neu erfunden werden. Die Grundidee der Plattform ejbvernetzt ist, diese Synergien losgelöst von persönlichen Kontakten für alle in der Jugendarbeit nutzbar zu machen. Damit können neue Kolleg_innen am Ideenreichtum der Jugendarbeit teilhaben, aber auch für „alte Hasen“ bietet ejbvernetzt die Möglichkeit, mal was Neues auszuprobieren und sich inspirieren zu lassen. Ersetzt wird die persönliche Kontaktaufnahme dabei nicht, ganz im Gegenteil: Dadurch, dass die Urheber immer genannt sind, soll ein gezieltes Nachfragen ermöglicht werden. Zudem geht es auch darum, den großen Wissens- und Erfahrungsschatz der Jugendarbeit zu sichern.

 

Im Frühling 2020 veränderte sich unsere Jugendarbeitswelt. Plötzlich war fast nur noch digitale Kommunikation möglich. Waren die Auswirkungen auch auf ejbver­netzt zu spüren?

Digitale Angebote waren neu: Spannend, manchmal ein wenig hemdsärmelig und improvisiert sowie geprägt von Ausprobieren und gemeinsamem Herantasten. In diese Zeit fiel zufällig auch die konkrete Entwicklung von ejbvernetzt mit der Andachtensammlung und dem Spielekatalog. Wir dachten, dass wir nur eine gute Vorarbeit für die Zeit nach der Pandemie leisten würden. Dass diese Einschränkungen aber so lange fortdauern, war nicht absehbar. So entstand die Katego­rie „Kontaktlos“ für Spiele, die auch während der Pandemie gespielt werden können. In einem nächsten Schritt wurden weitere Spiele für die Nutzung im digitalen Raum umgeschrieben oder angepasst.

 

Wenn Du heute an ejbvernetzt denkst und gleichzeitig von 2025 träumst, was siehst Du?

Vernetzung wird immer eine persönliche Aufgabe der Mitarbeitenden in der Jugendarbeit bleiben. Daran ändert auch ein Online-Angebot nichts. Wenn es gelingt, Konzepte und Ideen für andere auffindbar zu machen und so die Recherche zu vereinfachen, wäre ich zufrieden. Ideen für eine Erweiterung dieser Plattform gibt es viele, alles steht und fällt aber mit der Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen anderen zugänglich zu machen. So kann diese Plattform wachsen und neue Anregungen für die Jugendarbeit anbieten.

 

Herzlichen Dank für das Interview und viel Freude beim Weiterentwickeln von ejbvernetzt.

 

Ute Markel

 

Mit der Vernetzungs- und Austauschplattform werden gute Ideen gesammelt und Erfahrungen geteilt, um alle in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bei der Vorbereitung von Aktionen oder Gruppenangeboten zu inspirieren. Nach dem Motto „bring & share“ können auf dieser Website erprobte Andachten und Spiele eingetragen oder gesucht werden.

 

www.ejb-vernetzt.de