Zusammenhalt, Glaube und die Frage, was wirklich trägt

 Die Mai-Ausgabe der zett [die Zeitung für evangelische Jugendarbeit] ist erschienen.

 

Was hält uns zusammen, wenn Sicherheiten brüchig werden? Wenn Kirche sich verändert, Gesellschaft unter Druck gerät und viele Menschen das Gefühl haben, den Halt zu verlieren? Mit dieser existenziellen Frage eröffnet die neue Ausgabe der zett – Zeitung für evangelische Jugendarbeit in Bayern ihren Themenschwerpunkt. Im Leitartikel „Das hält. Versprochen.“ nimmt Alexander Brandl, Rundfunkpfarrer und theologischer Vorstand des Geistlichen Zentrums Schwanberg, die Leser:innen mit auf eine persönliche und zugleich gesellschaftliche Spurensuche. Ausgehend von seiner eigenen Biografie – zwischen PR-Agentur, Beauty-Branche und Pfarramt – fragt er, wo Kirche heute wirklich nah bei den Menschen ist. Brandl wirbt für einen Glauben, der nicht ausgrenzt oder vereinfacht, sondern Verbindung schafft: „Das goldene Gewebe“, wie er es nennt, aus Hoffnung, Vertrauen und gelebter Gemeinschaft.

 

Die neue zett zeigt: Zusammenhalt ist kein abstraktes Ideal, sondern entsteht im Konkreten – in Beziehungen, im Engagement und im Alltag. So berichtet Ilo Schuhmacher, Geschäftsführerin der Evangelischen Jugend in Bayern, von tierisch guter Begleitung in der Jugendarbeit. Ihre Labradorhündin Maja steht exemplarisch für Nähe, Vertrauen und das, was sich nicht planen lässt, aber oft den entscheidenden Unterschied macht. Wissenschaftlich eingeordnet wird der Themenschwerpunkt durch Dr. Kai Unzicker, Soziologe bei der Bertelsmann Stiftung. Er erklärt, warum gesellschaftlicher Zusammenhalt kein „Wohlfühlbegriff“ ist, sondern Grundlage einer funktionierenden Demokratie – und weshalb Jugend- und Sozialarbeit dabei eine Schlüsselrolle spielen.

 

Weitere Beiträge öffnen den Blick für unterschiedliche Facetten von Gemeinschaft und Verbundenheit: Michael Götz, Koordinator des Evangelischen Campus Nürnberg, beschreibt Zusammenhalt als tragende Idee eines großen kirchlichen Zukunftsprojekts. Martin Härtl, EJB-Referent für Jugendspiritualität, nähert sich dem Thema spirituell und fragt, wie Menschen Verbundenheit mit sich selbst, mit anderen und mit Gott neu erfahren können. Ehrenamtliche Stimmen, Erfahrungsberichte aus Taizé, Einblicke in Ehrenamtsarbeit, Jugendpolitik und aktuelle kirchliche Prozesse ergänzen das Bild.

 

Weitere Informationen

Die zett erscheint dreimal im Jahr und richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche in der evangelischen Jugendarbeit. Die nächste Ausgabe erscheint im September 2026 und widmet sich dem Thema „Loslassen – bleiben oder gehen?“. Die zett kann online gelesen werden: www.zett.ejb.de

 

Patrick Wolf
Referent #Kommunikation #Öffentlichkeitsarbeit #ejb

 

Foto oben: iStock-1273305154 imaginima/K. Pelzner